Fröhliche Weihnachten

Das Futterblog wünscht allen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012.

Mit diesen leckeren Stutenkerlen, die es bei mir zu Hause traditionell zu Nikolaus gibt, wünsche ich Euch einen schönen Nikolaus-Tag.

Stutenkerle aus köstlichem Hefeteig

Stutenkerle aus köstlichem Hefeteig/by S.-Thomas_pixelio.de

Was hat Euch der Nikolaus heute Schönes gebracht?

Grüsse, Eure Naschbaerin

“Wer Fleisch isst, sollte sich bewusst sein, dass ein Tier dafür gestorben ist.”

Zu wissen, wo unser Essen herkommt, ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, da durch globalen Handel, industrielle Verarbeitung und die Supermärkte die eigentliche Herkunft eines Lebensmittels mehr oder weniger entfremdet ist. Man muss vielleicht nicht so weit gehen wie Pädagogen aus der Nähe von Lübeck im April diesen Jahres, die Kindern zeigten, wie ein Kaninchen geschlachtet wird, aber ich meine, zumindest wissen sollten (nicht nur) die Kinder, wo Wurst und Fleisch herkommen.

Auch für andere Lebensmittel gilt mener Ansicht das Gleiche. Manchmal ist es gar nicht so einfach und im Geschäft finden sich Lebensmittel, von denen man sich gar nicht so sicher ist, dass man sie essen kann. Sicher wisst Ihr, wo der Honig herkommt. Aber wisst Ihr auch, was das ist? Kleiner Tipp: es ist kein Tier.

Adventliche Grüsse

Naschbaerin

 

Die Kolleginnen Marianne und Susanne von „Jetzt ess ich! haben in ihrem Blog und in ihrer Jetzt-ess-ich-Gruppe auf Xing dazu aufgerufen, ein Lieblingsrezept zu verraten, das zur aktuellen Saison passt.

Dazu braucht es keine Tütenzutaten oder sonstiger Dinge, die uns das Leben angeblich „vereinfachen“ sollen. Oder um Mariannes Worte zu nehmen: „Wenn man mit ehrlichen Zutaten kocht und ehrliche Gewürze dazu nimmt, kann man eigentlich nichts falsch machen. Und ob ein Essen individuell gesund ist, entscheidet [...] die Tatsache, ob man danach eine Couch zur Erholung braucht, oder voller Tatendrang einen Spaten in die Hand nehmen möchte.“
Vorgegeben sind folgende Lebensmittel für Juni und Juli:
Auberginen, Stangensellerie, Blumenkohl, Brokkoli, grüne Bohnen, Einlegegurken.
Batavia-, Eichblatt-, Eisberg-, Endivien-, Kopfsalat, Lollo rosso/bionda, Löwenzahn, Radicchio, Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Mirabellen/Renekloden, Stachelbeeren.

Hier ist mein Beitrag:
Bunter Blumenkohlsalat mit Currysauce
Reicht für ca. 4 hungrige Personen oder als Beilage zu Gegrilltem auch für 6-8 Personen. Der Salat ist glutenfrei und vegetarisch.

Zutaten:
1 Blumenkohl-Kopf
1,5 rote Paprika
½ Salatgurke
ca. 250 g rohe Champignons
Für die Sauce:
400 g Naturjoghurt, ungesüßt
Curry
Kurkuma
Piment
Kreuzkümmel (Cumin)
Pfeffer
Salz
1 Esslöffel Kürbiskernöl
1 Esslöffel Balsamico-Essig

Zubereitung:
Den Blumenkohl vom Strunk und den grünen Blättern befreien. Dann unter fließendem Wasser kräftig abbrausen und in sehr kleine Röschen aufteilen. Die Blumenkohl-Röschen in einem Topf geben, mit kochemden Wasser überbrühen, kräftig salzen und ca. 10-15 Minuten ziehen lassen. Danach das Wasser abgießen und den Blumenkohl gut abtropfen lassen.
In der Zwischenzeit die Gemüsegurke gründlich waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Paprika ebenfalls gründlich waschen, teilen, Kerne und Fruchtfleisch entfernen und in kleine Würfel schneiden.

Champignons vorsichtig mit Wasser abspülen, trockentupfen und in Scheiben schneiden. Größere Champignons vierteln und dann in Scheiben schneiden.
Für die Sauce den Joghurt in eine Schale geben, mit Gewürzen, Kürbiskernöl und Balsamico-Essig verrühren und abschmecken. Dabei darauf achten, dass die Sauce sehr kräftig gewürzt sein muss, denn die Schärfe des Blumenkohls nimmt der Sauce sonst den Geschmack.

Das Gemüse und die Champignons in eine große Salatschüssel geben. Sauce darüber geben, gut durchmischen und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen. Ca. 2 Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit der Salat Zimmertemperatur annehmen kann. Nochmals abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

Wer mag, kann auch noch Käse (z.B. Cheddar, Leerdammer oder echten Schafskäse) dazu geben. Guten Appetit!

Champignons in Scheiben schneiden

Paprika- und Gurkenwürfel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sauce über das Gemüse geben

Salat kräftig durchmischen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertiger Blumenkohlsalat mit Currysauce

Eiskaffee ist schon was Feines- gerade jetzt, um sich bei den heissen Temperaturen abzukühlen und gleichzeitig etwas Koffein zu bekommen. Hierzulande besteht ein typischer Eiskaffee aus frischem, kalten Kaffee mit Vanilleeis und eventuell noch einem Sahnehäubchen. In anderen Ländern versteht man unter Eiskaffee durchaus etwas anderes als hier und so mancher Urlauber hat schon eine herbe Überraschung erlebt (im wahrsten Sinne des Wortes). Wer Pech hat, bekommt in Cafés und Restauranst ab und an auch eine frisch angerührte Fertigmischung, bei denen manchmal der Kaffee nur kurz daran vorbei ging und lediglich sein Aroma da lies.
Es kann sich aber auch lohnen, wenn man sich auf Experimente einlässt:
Ich war im Urlaub in Budapest und besichtigte bei brütend heissen Temperaturen den Burgpalast, als ich Appetit auf Abkühlung mit Koffein bekam. Draußen, in einem der hinteren Bereiche der Befestigungsanlage, wo die Besucherströme eher selten entlang gehen, gab es einen kleinen Kaffeestand. Im Angebot war „Ice Coffee“. Leider war daraus nicht zu erkennen, was der Verkäufer an dem kleinen Stand für eine Sorte Eiskaffee anbot. Vom Preis her (umgerechnet ein knapper Euro) schloss ich auf das Schlimmste, womöglich angerührter Instant-Eiskaffee –wurde dann aber sehr positiv überrascht:
Der Verkäufer brühte einen frischen Espresso auf, gab einige Eiswürfel hinein, wies mich an, noch etwas zu warten, damit der Eiskaffee auch schön durchgekühlt sei und stellte mir Zucker bereit.

Bleibt zu sagen, dass ich mir an dem Tag dort nicht nur einen Eiskaffee kaufte.
Wie mögt Ihr Eiskaffee? Eher typisch deutsch mit Eiscreme, wie zum Beispiel hier bei FoolforFood ? Oder mit Eiswürfeln als geeister Kaffee wie beim Barista-Blog, so wie auch der, den ich in Budapest hatte oder etwa ganz anders? Ich bin gespannt auf Eure Antworten…

Wie trinkt ihr euren Eiskaffee am liebsten?

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Kaffeebohnen

Kaffeebohnen/Missfits001 Quelle: www.Lebensmittelfotos.com

In Zeiten von Latte Macciato mit und ohne Aroma, Frappucchino, Iced Coffee und so weiter ist es gar nicht so einfach an Kaffee zu kommen. Einfachen Kaffee meine ich, ganz einfachen schwarzen Kaffee….

Hört selbst:

Quelle: Renesteinberg, Youtube

 


Quelle: www.lebensmittelfotos.com

Heute ist der erste Welt-Fischbrötchentag, ausgerufen vom Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fischverkäufern. In erster Linie soll dies dem Tourismus an den schleswig-holsteinischen Küsten dienen. Der ursprüngliche Sinn eines Welttages ist jedoch, sich Gedanken über aktuelle Weltprobleme zu machen. Und die sind beim Fischbrötchen dringend notwendig.
Die Fisch- oder Krabbenvariationen mit Zwiebeln, Salatblatt und Remoulade zwischen zwei Brötchenhälften sind lecker und beliebt bei Küstenbewohnern und Urlaubern. Liebevoll nennen sie in Ostholstein das Fischbrötchen „Ostseeburger“. Bald aber schon kann es vorbei sein mit der norddeutschen Spezialität.

Keine ausreichenden Fischkapazitäten mehr

2009 wurden circa 115 Millionen Tonnen Meeresfrüchte weltweit gefangen (laut FAO). In Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2009 bei ungefähr 15,7 Kilogramm (Quelle: Fisch-Informationszentrum).

1,28 Millionen Tonnen Fisch und Fischereierzeugnisse wurden im Jahr 2009 in der Bundesrepublik Deutschland gegessen; das sind 15,7 kg (Fanggewicht) pro Einwohner. In Deutschland gab es eine klare Vorliebe für Fische aus dem Meer. Alaska-Seelachs (20,1 %), Hering (18,6 %), Lachs (12,8 %), Thunfisch (9,6 %) und Pangasius (6,5 %) waren die am meisten konsumierten Fische. Diese fünf Fischarten deckten rund zwei Drittel des Fischverbrauches in Deutschland ab. (Quelle:Fisch-Informationszentrum, www.fischinfo.de)

Ernährungsgesellschaften wie die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfehlen zurzeit noch 1-2 (See-)Fischmahlzeiten pro Woche. Die heutigen Fischkapazitäten der Weltmeere reichen jedoch laut der Organisation Fair Fish rechnerisch höchstens nur noch für 1-2 Fischmahlzeiten im Monat.

Schuld daran sind profitgelenkte gedankenlose Überfischung, die Nutzung von meeresbodenzerstörenden Schleppnetzen und auch Umweltverschmutzung.
Sorgloser Fischbrötchen-Konsum ist so leider nicht mehr möglich. Fisch Aquakulturen sind ein möglicher Lösungsansatz, aber leider nicht problemlos, bedenkt man die Folgen dieser Massentierhaltung mit vielfachem Antibiotika- und Hormoneinsatz, Platzproblemen, Parasitenbefall, erbarmungslose Jagd auf Fressfeinde etc.

Auch aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist das übel, denn Fisch hat durchaus ernährungsphysiologische Vorteile: Er liefert die wertvollen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), Jod sowie leicht verdauliches Eiweiß. Sollten wir also bald keinen Fisch mehr bekommen können, würde uns eine wichtige Nahrungsquelle fehlen. Deswegen halte ich es für wichtig, darüber nachzudenken, wie wir unseren Fischkonsum so gestalten können, dass wir entweder mit Bedacht und Sicht auf spätere Generationen die Fischbestände erhalten oder sogar Alternativen zum Fischverzehr entwickeln.

Das nachhaltige Fischbrötchen

Wenn es denn ein Fischbrötchen sein soll, dann achtet darauf, dass die Fischsorte nicht eine von denjenigen ist, die als überfischt und damit gefährdet gelten. Bisher unbedenkliche Fischsorten sind z.B. Hering oder Makrele . Dorsch oder Tunfisch gelten dagegen als gefährdet und sollten nicht mehr verzehrt werden. Zudem kommt es darauf an, aus welchem Fanggebiet der Fisch stammt. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, achtet auf Fisch aus Bio-Zucht oder nachhaltigem Fischfang. Greenpeace und der WWF bieten dazu Fischratgeber als Einkaufshilfe an. Für Smartphones und das iPhone gibt es zudem Apps.
Qualitäts-Siegel wie das „Marine Stewardship Council“ sind eine weitere Orientierungshilfe – wenn Ihr denn Euer Fischbrötchen zuhause selbst zubereiten wollt. Fischbrötchen von der Bude haben in der Regel kein Siegel auf der Brötchenhälfte kleben, da hilft Euch dann nur eines: Nachfragen beim Fischhändler.

Was wir machen können…
… damit aus dem Weltfischbrötchentag nicht demnächst ein Welt-Fischbrötchen-Gedenktag wird:

  • Weniger Fisch essen
  • Gefährdete Fischarten meiden – Einkaufshilfen und Fischratgeber findet Ihr z.B. beim WWF oder bei Greenpeace
  • keinen Fisch aus konventioneller Aquakultur essen!
  • Auch Fisch aus Bio-Aquakulturen ist nicht immer besser, denn auch hier können Leiden für die Fische und für Fressfeinde keinesfalls ausgeschlossen werden –  hier solltet Ihr sicherheitshalber nach den Zuchtbedingungen fragen.
  • Sog. Friedfische wie z.B. Karpfen essen, da hier zumindest kein Fischmehl verwendet wird und die Haltungs-Bedingungen etwas besser sind.
  • Omega-3-Fettsäuren könnt ihr über Rapsöl, Leinöl, Walnüsse oder gemahlene Leinsamen  aufnehmen, die hier enthaltene Omega-3-Fettsäure ALA (Alpha-Linolensäure) wird in die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA im Körper umgewandelt, leider nicht in dem Maße, wie wir sie über (See-)Fisch erhalten würden, aber immerhin etwas
  • Algen probieren, möglicherweise sind sie die „Fische“ der Zukunft
  • Und natürlich: Vegetarier werden ;-)

 

Weiterführende Informationen zu Fisch und Fischfang findet Ihr unter anderem hier:

Fisch-Informationszentrale e.V. – www.fischinfo.de

Fischratgeber von Greenpeace  – www.greenpeace.de

Fischratgeber vom WWF – www.wwf.de

Is(s) Fisch gut? – www.fair-fish.ch

Verbraucherzentrale Bremen - www.verbraucherzentrale-bremen.de

Albert Schweitzer Stiftung – Was spricht gegen Fisch? – www.albert-schweitzer-stiftung.de

Warum essen Christen Freitags Fisch? – www.lebensmittelfotos.com

So langsam hatte ich mich „warm gelaufen“ und die dritte Woche meines Selbstversuches “Glutenfrei essen”, lief sehr gut an.
Beim Frühstück hat sich nichts geändert, immer noch spärlich mit Kaffee und etwas Müsli.
Die Pausenmahlzeiten für die Arbeit hatte ich diese Woche besser im Griff. Die mitgenommenen Portionen an Joghurt, Obst und Gemüse reichten jetzt endlich aus, ab und an hatte ich sogar zuviel dabei.
Diese Woche gab es auch wieder Brot und zwar welches, das ich selbst gebacken hatte. Das staubtrockene, teilweise nach „Viehfutter“ riechende glutenfreie Brot aus dem Supermarkt kaufe ich nicht noch einmal.

Mein erstes selbstgebackenes glutenfreies Brot:

glutenfreies Brot

glutenfreies Brot (c) Futterblog

Selbstgebackenes glutenfreies Brot
Selbstgebackenes glutenfreies Brot (c) Futterblog
Es ist etwas klein geworden, dafür schmeckt es sehr gut, ist frisch und staubt nicht im Geringsten. Die Zubereitung (ohne Backzeit) ging sehr schnell, daher habe ich mich ein wenig geärgert, nicht  schon eher selbst gebacken zu haben. Finanziell lohnt sich das Selber-Backen auch: Ein gekauftes glutenfreies Supermarkt-Brot kostet einzeln um die 2.99 Euro und reicht grad einen Tag. Mein selbstgebackenes Brot ist da wesentlich günstiger – aus einer Packung glutenfreiem Mehl zu 2,99 Euro bekomme ich 4 Brote. Ein Brot reicht ca. 1-2 Tage. Selbst mit dazugerechneten Stromkosten und den restlichen Zutaten lohnt sich das Selber-Backen immer noch.

Am Abendessen hat sich nicht viel geändert, es blieb weiterhin unproblematisch.

Zusammenfassung der dritten Woche:
Diesmal hatte ich die Mengen für meine Pausenmahlzeiten auf der Arbeit im Griff. Ich entdeckte die Freuden des Backens – nichts geht über ofenfrisches Brot. Glutenhaltige Keksfallen oder ähnliches haben mich diese Woche glücklicherweise in Ruhe gelassen.

Noch einmal lesen: Bilanz der ersten Woche – Teil 1, Bilanz der ersten Woche – Teil 2, Bilanz der zweiten Woche


Endlich eine weitere positive Nachricht auf dem Weg zu zusatzstofffreien Lebensmitteln:

Der Hersteller des Farbstoffs für die Spezialität “Forelle blau”, die Firma Reimann-Haarmer, stellt ab heute die Produktion ein. Grund ist das neue Zusatzstoffrecht der EU, nach dem der Forellen-Farbstoff jetzt nicht mehr verkehrsfähig ist. Rechtliche Schritte gegen das neue Gesetz könne die Firma sich nicht leisten, so der Geschäftsführer Fiete Haarmer. Köche und Lebensmittelhersteller müssen sich leider nun andere Wege überlegen, wie sie die Forellen blaufärben können.

Das Futter-Blog empfiehlt für “Forelle blau” zum Beispiel Holundersaft oder Blaukraut als natürliche Färbehilfen.

Forelle (C) Rainer Sturm, www.pixelio.de

Die zweite Woche des Selbstversuchs „Glutenfrei essen“ stand an. Mittlerweile verzichtete ich soweit möglich auf alle Fertigprodukte, denn das Etikettenlesen machte mir keinen Spass mehr. Fast überall fand ich etwas glutenhaltiges oder zumindest glutenverdächtiges.

Wie sehen die Mahlzeiten aus?

Das Frühstück gestaltete sich wie zuvor einfach: Kaffee und etwas glutenfreies Müsli – mit Amaranth oder Hirseflocken, nichts schwieriges also…

Die härteste Herausforderung dieser Woche waren die Pausenmahlzeiten für meinen Job. Das glutenfreie staubtrockene Brot aus dem Supermarkt behielt ich zum Wochenanfang noch bei. Joghurt und Obst wurden danach dann immer mehr und mehr zu meinem „Pausenbrot“: Mal Joghurt mit Marmelade, mal mit Amaranth, mal mit Honig, mal alles zusammen, sowie Äpfel, Bananen, Gurken und Tomaten. Da ich vorher nicht diese Mengen Obst und Gemüse zu mir nahm, musste ich wesentlich öfter einkaufen und blöderweise hatte ich dies das eine oder andere Mal vergessen. Mit den benötigten Mengen kam ich auch noch nicht klar. Meist hatte ich zuwenig Joghurt dabei, manchmal zuviele Äpfel, Paprika und Co, manchmal zuwenig davon. Das Ganze auch noch abwechslungsreich zu gestalten, war eine weitere Herausforderung, zumal jetzt im Winter das Angebot dürftig ist. Jeden Tag Äpfel – bäh. Aber marrokanische Erdbeeren im Januar kamen für mich definitiv nicht in Frage. Nein, da bin ich konsequent. Ich kaufe auch keine (Schoko-) Osterhasen im Januar und keine Zimtsterne im September.

Am Mittwoch schlug dann auch noch einmal die Keksfalle zu: Ein Kollege brachte Kekse (glutenhaltige) mit, stellte diese schön auf seinen Schreibtisch und schwupps, hatte ich zugegriffen. Verdammt. Für den Rest des Tages machte ich einen großen Bogen um seinen Schreibtisch und knabberte an meinem Obst – obwohl mein knurrender Magen viel lieber die leckeren Kekse gehabt hätte.
Ab Donnerstag mochte ich dann kein Obst und Gemüse mehr sehen mit der Quittung, dass ich nur meinen Joghurt aß und der Magen wieder knurrte.

Das Abendessen ist für mich unter der Woche die einzige warme Mahlzeit am Tag. Das wurde für mich in dieser Woche immer mehr zum Highlight. Hier klappte das Sattwerden und ich fand es auch wesentlich einfacher, was Abwechslungsreiches zu kochen als die Pausenmahlzeiten für die Firma zusammenzustellen. Hier eine Auswahl meiner Abendessen: selbstgemachte Pizza mit glutenfreiem Mehl, Risotto, Bratkartoffeln und Spiegeleier, Pfannkuchen (wieder mit glutenfreiem Mehl) und glutenfreie Nudeln, auf die ich nicht verzichten wollte, trotz des hohen Preises.

Zusammenfassung der zweiten Woche:
Alles in allem ging diese Woche schon leichter von der Hand. Bis auf Mittwoch hatte ich keine weiteren Fehlschläge, was unbedachtes Essen von glutenhaltigen Lebensmitteln betraf. Gesundheitlich war ich weiterhin fit. Mein Bauch allerdings quittierte das ungewohnte Obst- und Gemüseangebot in dieser Woche mit deutlichem Rumoren und Verdauungsbeschwerden. Mit den benötigten Essens-Mengen gerade für die Mittagspausen muss ich weiterhin üben, denn auch der Magen rumorte manchmal ganz schön….Ich bin gespannt, wie die dritte Woche wird.

Noch einmal lesen: Bilanz der ersten Woche – Teil 1, Bilanz der ersten Woche – Teil 2

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