futterblog

Die Spargelsaison hat seit dieser Woche begonnen. Zurzeit ist der einheimische Spargel noch etwas teuer und für ca. 7 – 8 Euro das Kilo auf dem Markt zu bekommen. Für diesen Preis sollte die Qualität schon in Ordnung sein.
Eine kleine Hilfe, um Spargelqualitäten zu erkennen, ist die Einteilung in Handelsklassen: Extra, Handelsklasse I und II. Die Handelsklasse sagt aus, wie dick und ob der Spargel schön gerade ist. Ob der Spargel gut schmeckt und ob er wirklich frisch ist, kann man an der Handelsklasse allein nicht erkennen.

Sehr preisgünstige Angebote mit Handelsklasse I, gerade jetzt am Anfang der Saison, scheinen verdächtig. Die Sendung Markt im NDR hatte dazu am Montag einen interessanten Beitrag gebracht: Nicht jeder Spargel, der als Handelsklasse I deklariert wurde, verdient diese Bewertung.
www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/recht_verbraucher/spargel489.html

Bei dem Beitrag von „Markt deckt auf“ hatte ich allerdings den Eindruck, dass sich manche Kunden jeden „Mist“ andrehen lassen. Hauptsache der Preis ist günstig und die „richtige“ Handelsklasse steht auf dem Schild. Schaut denn keiner sich die Ware an, bevor er sie kauft?
Natürlich können Kunden/Verbraucher nicht für alles Experten sein und sollten sich schon auf die Qualitätskennzeichnungen der Händler im Allgemeinen verlassen können. Aber wie sooft: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Und falls der eine Händler einem nicht erlaubt, genauer hinzusehen, gibt es ja noch weitere Händler.

Ein spannender Artikel, der sagt, wie es wirklich ist – Essen in Deutschland auf den Punkt gebracht durch die FAZ: “Schluss mit der Geschmacklosigkeit”.

Liebe Leser,

ich melde mich aus dem Winterschlaf bzw. der Kreativpause zurück. Beruflich und privat hat sich so viel getan, dass ich leider mit dem Bloggen nicht hinterher kam. Zwischenzeitlich ist ausserdem ein kleines Naschbärchen unterwegs und hat sich für Ende Mai angekündigt. Aber trotz oder vielleicht auch grad wegen des Naschbärchens wird es mit dem Blog weitergehen. Gerade als Mutter ist man ja geneigt, noch mehr als vielleicht sowieso schon auf gute und hochwertige Lebensmittel zu achten.

In diesem Sinne einen schönen Start in die Woche

und bis später

Eure Naschbaerin

Fröhliche Weihnachten

Das Futterblog wünscht allen Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012.

Mit diesen leckeren Stutenkerlen, die es bei mir zu Hause traditionell zu Nikolaus gibt, wünsche ich Euch einen schönen Nikolaus-Tag.

Stutenkerle aus köstlichem Hefeteig

Stutenkerle aus köstlichem Hefeteig/by S.-Thomas_pixelio.de

Was hat Euch der Nikolaus heute Schönes gebracht?

Grüsse, Eure Naschbaerin

“Wer Fleisch isst, sollte sich bewusst sein, dass ein Tier dafür gestorben ist.”

Zu wissen, wo unser Essen herkommt, ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach, da durch globalen Handel, industrielle Verarbeitung und die Supermärkte die eigentliche Herkunft eines Lebensmittels mehr oder weniger entfremdet ist. Man muss vielleicht nicht so weit gehen wie Pädagogen aus der Nähe von Lübeck im April diesen Jahres, die Kindern zeigten, wie ein Kaninchen geschlachtet wird, aber ich meine, zumindest wissen sollten (nicht nur) die Kinder, wo Wurst und Fleisch herkommen.

Auch für andere Lebensmittel gilt mener Ansicht das Gleiche. Manchmal ist es gar nicht so einfach und im Geschäft finden sich Lebensmittel, von denen man sich gar nicht so sicher ist, dass man sie essen kann. Sicher wisst Ihr, wo der Honig herkommt. Aber wisst Ihr auch, was das ist? Kleiner Tipp: es ist kein Tier.

Adventliche Grüsse

Naschbaerin

 

Die Kolleginnen Marianne und Susanne von „Jetzt ess ich! haben in ihrem Blog und in ihrer Jetzt-ess-ich-Gruppe auf Xing dazu aufgerufen, ein Lieblingsrezept zu verraten, das zur aktuellen Saison passt.

Dazu braucht es keine Tütenzutaten oder sonstiger Dinge, die uns das Leben angeblich „vereinfachen“ sollen. Oder um Mariannes Worte zu nehmen: „Wenn man mit ehrlichen Zutaten kocht und ehrliche Gewürze dazu nimmt, kann man eigentlich nichts falsch machen. Und ob ein Essen individuell gesund ist, entscheidet [...] die Tatsache, ob man danach eine Couch zur Erholung braucht, oder voller Tatendrang einen Spaten in die Hand nehmen möchte.“
Vorgegeben sind folgende Lebensmittel für Juni und Juli:
Auberginen, Stangensellerie, Blumenkohl, Brokkoli, grüne Bohnen, Einlegegurken.
Batavia-, Eichblatt-, Eisberg-, Endivien-, Kopfsalat, Lollo rosso/bionda, Löwenzahn, Radicchio, Aprikosen, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Mirabellen/Renekloden, Stachelbeeren.

Hier ist mein Beitrag:
Bunter Blumenkohlsalat mit Currysauce
Reicht für ca. 4 hungrige Personen oder als Beilage zu Gegrilltem auch für 6-8 Personen. Der Salat ist glutenfrei und vegetarisch.

Zutaten:
1 Blumenkohl-Kopf
1,5 rote Paprika
½ Salatgurke
ca. 250 g rohe Champignons
Für die Sauce:
400 g Naturjoghurt, ungesüßt
Curry
Kurkuma
Piment
Kreuzkümmel (Cumin)
Pfeffer
Salz
1 Esslöffel Kürbiskernöl
1 Esslöffel Balsamico-Essig

Zubereitung:
Den Blumenkohl vom Strunk und den grünen Blättern befreien. Dann unter fließendem Wasser kräftig abbrausen und in sehr kleine Röschen aufteilen. Die Blumenkohl-Röschen in einem Topf geben, mit kochemden Wasser überbrühen, kräftig salzen und ca. 10-15 Minuten ziehen lassen. Danach das Wasser abgießen und den Blumenkohl gut abtropfen lassen.
In der Zwischenzeit die Gemüsegurke gründlich waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Paprika ebenfalls gründlich waschen, teilen, Kerne und Fruchtfleisch entfernen und in kleine Würfel schneiden.

Champignons vorsichtig mit Wasser abspülen, trockentupfen und in Scheiben schneiden. Größere Champignons vierteln und dann in Scheiben schneiden.
Für die Sauce den Joghurt in eine Schale geben, mit Gewürzen, Kürbiskernöl und Balsamico-Essig verrühren und abschmecken. Dabei darauf achten, dass die Sauce sehr kräftig gewürzt sein muss, denn die Schärfe des Blumenkohls nimmt der Sauce sonst den Geschmack.

Das Gemüse und die Champignons in eine große Salatschüssel geben. Sauce darüber geben, gut durchmischen und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen. Ca. 2 Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit der Salat Zimmertemperatur annehmen kann. Nochmals abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

Wer mag, kann auch noch Käse (z.B. Cheddar, Leerdammer oder echten Schafskäse) dazu geben. Guten Appetit!

Champignons in Scheiben schneiden

Paprika- und Gurkenwürfel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sauce über das Gemüse geben

Salat kräftig durchmischen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertiger Blumenkohlsalat mit Currysauce

Eiskaffee ist schon was Feines- gerade jetzt, um sich bei den heissen Temperaturen abzukühlen und gleichzeitig etwas Koffein zu bekommen. Hierzulande besteht ein typischer Eiskaffee aus frischem, kalten Kaffee mit Vanilleeis und eventuell noch einem Sahnehäubchen. In anderen Ländern versteht man unter Eiskaffee durchaus etwas anderes als hier und so mancher Urlauber hat schon eine herbe Überraschung erlebt (im wahrsten Sinne des Wortes). Wer Pech hat, bekommt in Cafés und Restauranst ab und an auch eine frisch angerührte Fertigmischung, bei denen manchmal der Kaffee nur kurz daran vorbei ging und lediglich sein Aroma da lies.
Es kann sich aber auch lohnen, wenn man sich auf Experimente einlässt:
Ich war im Urlaub in Budapest und besichtigte bei brütend heissen Temperaturen den Burgpalast, als ich Appetit auf Abkühlung mit Koffein bekam. Draußen, in einem der hinteren Bereiche der Befestigungsanlage, wo die Besucherströme eher selten entlang gehen, gab es einen kleinen Kaffeestand. Im Angebot war „Ice Coffee“. Leider war daraus nicht zu erkennen, was der Verkäufer an dem kleinen Stand für eine Sorte Eiskaffee anbot. Vom Preis her (umgerechnet ein knapper Euro) schloss ich auf das Schlimmste, womöglich angerührter Instant-Eiskaffee –wurde dann aber sehr positiv überrascht:
Der Verkäufer brühte einen frischen Espresso auf, gab einige Eiswürfel hinein, wies mich an, noch etwas zu warten, damit der Eiskaffee auch schön durchgekühlt sei und stellte mir Zucker bereit.

Bleibt zu sagen, dass ich mir an dem Tag dort nicht nur einen Eiskaffee kaufte.
Wie mögt Ihr Eiskaffee? Eher typisch deutsch mit Eiscreme, wie zum Beispiel hier bei FoolforFood ? Oder mit Eiswürfeln als geeister Kaffee wie beim Barista-Blog, so wie auch der, den ich in Budapest hatte oder etwa ganz anders? Ich bin gespannt auf Eure Antworten…

Wie trinkt ihr euren Eiskaffee am liebsten?

Eregbnisse anzeigen

Loading ... Loading ...
Kaffeebohnen

Kaffeebohnen/Missfits001 Quelle: www.Lebensmittelfotos.com

In Zeiten von Latte Macciato mit und ohne Aroma, Frappucchino, Iced Coffee und so weiter ist es gar nicht so einfach an Kaffee zu kommen. Einfachen Kaffee meine ich, ganz einfachen schwarzen Kaffee….

Hört selbst:

Quelle: Renesteinberg, Youtube

 


Quelle: www.lebensmittelfotos.com

Heute ist der erste Welt-Fischbrötchentag, ausgerufen vom Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. in Zusammenarbeit mit zahlreichen Fischverkäufern. In erster Linie soll dies dem Tourismus an den schleswig-holsteinischen Küsten dienen. Der ursprüngliche Sinn eines Welttages ist jedoch, sich Gedanken über aktuelle Weltprobleme zu machen. Und die sind beim Fischbrötchen dringend notwendig.
Die Fisch- oder Krabbenvariationen mit Zwiebeln, Salatblatt und Remoulade zwischen zwei Brötchenhälften sind lecker und beliebt bei Küstenbewohnern und Urlaubern. Liebevoll nennen sie in Ostholstein das Fischbrötchen „Ostseeburger“. Bald aber schon kann es vorbei sein mit der norddeutschen Spezialität.

Keine ausreichenden Fischkapazitäten mehr

2009 wurden circa 115 Millionen Tonnen Meeresfrüchte weltweit gefangen (laut FAO). In Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch 2009 bei ungefähr 15,7 Kilogramm (Quelle: Fisch-Informationszentrum).

1,28 Millionen Tonnen Fisch und Fischereierzeugnisse wurden im Jahr 2009 in der Bundesrepublik Deutschland gegessen; das sind 15,7 kg (Fanggewicht) pro Einwohner. In Deutschland gab es eine klare Vorliebe für Fische aus dem Meer. Alaska-Seelachs (20,1 %), Hering (18,6 %), Lachs (12,8 %), Thunfisch (9,6 %) und Pangasius (6,5 %) waren die am meisten konsumierten Fische. Diese fünf Fischarten deckten rund zwei Drittel des Fischverbrauches in Deutschland ab. (Quelle:Fisch-Informationszentrum, www.fischinfo.de)

Ernährungsgesellschaften wie die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfehlen zurzeit noch 1-2 (See-)Fischmahlzeiten pro Woche. Die heutigen Fischkapazitäten der Weltmeere reichen jedoch laut der Organisation Fair Fish rechnerisch höchstens nur noch für 1-2 Fischmahlzeiten im Monat.

Schuld daran sind profitgelenkte gedankenlose Überfischung, die Nutzung von meeresbodenzerstörenden Schleppnetzen und auch Umweltverschmutzung.
Sorgloser Fischbrötchen-Konsum ist so leider nicht mehr möglich. Fisch Aquakulturen sind ein möglicher Lösungsansatz, aber leider nicht problemlos, bedenkt man die Folgen dieser Massentierhaltung mit vielfachem Antibiotika- und Hormoneinsatz, Platzproblemen, Parasitenbefall, erbarmungslose Jagd auf Fressfeinde etc.

Auch aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist das übel, denn Fisch hat durchaus ernährungsphysiologische Vorteile: Er liefert die wertvollen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), Jod sowie leicht verdauliches Eiweiß. Sollten wir also bald keinen Fisch mehr bekommen können, würde uns eine wichtige Nahrungsquelle fehlen. Deswegen halte ich es für wichtig, darüber nachzudenken, wie wir unseren Fischkonsum so gestalten können, dass wir entweder mit Bedacht und Sicht auf spätere Generationen die Fischbestände erhalten oder sogar Alternativen zum Fischverzehr entwickeln.

Das nachhaltige Fischbrötchen

Wenn es denn ein Fischbrötchen sein soll, dann achtet darauf, dass die Fischsorte nicht eine von denjenigen ist, die als überfischt und damit gefährdet gelten. Bisher unbedenkliche Fischsorten sind z.B. Hering oder Makrele . Dorsch oder Tunfisch gelten dagegen als gefährdet und sollten nicht mehr verzehrt werden. Zudem kommt es darauf an, aus welchem Fanggebiet der Fisch stammt. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, achtet auf Fisch aus Bio-Zucht oder nachhaltigem Fischfang. Greenpeace und der WWF bieten dazu Fischratgeber als Einkaufshilfe an. Für Smartphones und das iPhone gibt es zudem Apps.
Qualitäts-Siegel wie das „Marine Stewardship Council“ sind eine weitere Orientierungshilfe – wenn Ihr denn Euer Fischbrötchen zuhause selbst zubereiten wollt. Fischbrötchen von der Bude haben in der Regel kein Siegel auf der Brötchenhälfte kleben, da hilft Euch dann nur eines: Nachfragen beim Fischhändler.

Was wir machen können…
… damit aus dem Weltfischbrötchentag nicht demnächst ein Welt-Fischbrötchen-Gedenktag wird:

  • Weniger Fisch essen
  • Gefährdete Fischarten meiden – Einkaufshilfen und Fischratgeber findet Ihr z.B. beim WWF oder bei Greenpeace
  • keinen Fisch aus konventioneller Aquakultur essen!
  • Auch Fisch aus Bio-Aquakulturen ist nicht immer besser, denn auch hier können Leiden für die Fische und für Fressfeinde keinesfalls ausgeschlossen werden –  hier solltet Ihr sicherheitshalber nach den Zuchtbedingungen fragen.
  • Sog. Friedfische wie z.B. Karpfen essen, da hier zumindest kein Fischmehl verwendet wird und die Haltungs-Bedingungen etwas besser sind.
  • Omega-3-Fettsäuren könnt ihr über Rapsöl, Leinöl, Walnüsse oder gemahlene Leinsamen  aufnehmen, die hier enthaltene Omega-3-Fettsäure ALA (Alpha-Linolensäure) wird in die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA im Körper umgewandelt, leider nicht in dem Maße, wie wir sie über (See-)Fisch erhalten würden, aber immerhin etwas
  • Algen probieren, möglicherweise sind sie die „Fische“ der Zukunft
  • Und natürlich: Vegetarier werden ;-)

 

Weiterführende Informationen zu Fisch und Fischfang findet Ihr unter anderem hier:

Fisch-Informationszentrale e.V. – www.fischinfo.de

Fischratgeber von Greenpeace  – www.greenpeace.de

Fischratgeber vom WWF – www.wwf.de

Is(s) Fisch gut? – www.fair-fish.ch

Verbraucherzentrale Bremen - www.verbraucherzentrale-bremen.de

Albert Schweitzer Stiftung – Was spricht gegen Fisch? – www.albert-schweitzer-stiftung.de

Warum essen Christen Freitags Fisch? – www.lebensmittelfotos.com

© 2010 Futter Blog Suffusion theme by Sayontan Sinha